Unsicherheit halten als servant Leader

Es ist leicht, Partner in guten Zeiten zu sein. Aber hast du die Stärke, der loyalste Partner in schlechten Zeiten zu sein?

Mein Mann und ich waren 17 Jahre ein Paar, 11 Jahre davon verheiratet. Wir sind durch all die Momente des Wachstums gegangen: ungeplante Elternschaft im Studium mit 22 Jahren, heftige Konflikte in und zwischen den Familien, von Studenten zu Führungspersönlichkeiten, Hauskauf, 3 (Haus-)Geburten und Kinder, Investitionen, Orts- und Jobwechsel. Niemals sind wir uns in den Rücken gefallen oder haben einander im Stich gelassen, blockiert oder gestritten. Niemals. Was uns 2025 zur Trennung führte, war kein Streit. Es stand für uns beide auf tiefster Ebene ein neuer Wachstumsschritt zur Potenzialentfaltung an, den wir definitiv nicht zusammen vollziehen konnten – deshalb entschieden wir uns für die Trennung als Liebespaar. Diese Differenzierung ist entscheidend. Niemals hätten wir uns aus Wut, Verletzung, Angst, Auseinanderleben oder Meinungsverschiedenheiten getrennt, denn diese haben wir immer sofort ohne Drama und mit Reflexion und Zuhören gelöst. Und auch jetzt sind wir bedingungslos loyal füreinander da und besprechen alle Wege.

99% aller Trennungen sind Flucht vor Wahrhaftigkeit, Abhängigkeit und Konfrontation – und schlussendlich die Folge mangelnder Self-Leadership-Kompetenz der Einzelpersonen. Eine Beziehung, in der nicht offen und ehrlich ohne Vorwürfe, Druck oder Drohungen über die Wünsche, Bedürfnisse, Ängste und Lebenssituation gesprochen werden kann, darf genau an diesem Punkt lernen, sich einander zuzumuten, die mitunter verletzenden Symptome der Zurückhaltung dieser Themen zu erkennen, zu verzeihen und zu wandeln – und gemeinsam einen Weg finden, jedem den Freiraum, die Unterstützung und emotionale Verbindung zu geben, die er braucht, um er selbst sein und seinen Träumen erfolgreich folgen zu können. Daher würde ich 99% aller Geschäfts- und Ehepartner das Zusammenbleiben empfehlen, weil es das größere Wachstum für sie darstellt: Gehen ist leicht – Bleiben ist die wahre Größe.

Nur in einem ganz, ganz spezifischen Fall ist die Trennung einer langjährigen Beziehung aus systemischer Weiterentwicklungssicht sinnvoll: wenn einer oder beide in einem Lebensbereich zu lernen haben, auf eigenen Beinen zu stehen und in die volle Größe zu gehen, was nicht mit dem Partner möglich ist, weil dieser zu stark in Panikmuster oder emotionale Kälte verfällt. In diesem Fall wird der Partner zur Behinderung, weil man sich ständig zurücknimmt, um den anderen nicht zu verletzen, und deshalb bestimmte Schritte nicht mit voller Größe mutig geht.

Jede Beziehung und jedes Unternehmen durchläuft erfolgreiche und weniger erfolgreiche Jahre. Jeder neue Schritt beginnt mit Wachstumsschmerzen und vielleicht auch einer Durststrecke. Im Leben kommen emotional anspruchsvolle Momente, in denen jemand stirbt oder insolvent geht oder krank wird, (sich) verletzt oder enttäuscht oder einfach neue Vorstellungen vom Leben entwickelt, die plötzlich im Widerspruch zum anderen stehen. So viele Beziehungen zerbrechen völlig unnötig an unterschiedlicher politischer Meinung oder der Veränderung der Lebenssituation, z.b. durch eine Scheidung. So zu tun, als wären Liebe, Freundschaft und Lebensfreude immer so stark, easy damit umzugehen, wäre Verblendung. Der einzig nachhaltige Weg als Mensch ist es also, proaktiv einen emotional starken Umgang mit solchen Momenten zu lernen, um das Leben nicht von ständigen Trennungen zu prägen, die daraus resultieren, dass wir das tiefere Muster nicht ändern. 

Wer bist du für andere in schlechten Zeiten? 

Die Menschen erzählen mir gern Folgendes: „Jaaaaaa, wenn’s hart auf hart kommt, dann bin ich für den anderen da. Wenn er Krebs hätte, würde ich ihn natürlich unterstützen.“ oder: „Wenn ich mehr Zeit, mehr Kompetenz und finanzielle Rücklagen hätte, dann würde ich natürlich sofort helfen. Die anderen haben das ja, deshalb können sie das abfedern.“

Mit dieser Haltung zwingst du dein Gegenüber in die Krankheit oder Trennung. Denn vorher wird er ja niemals ausreichend Unterstützung von dir erhalten und deshalb wird er dich auch niemals als starken Partner erleben, wodurch ihr niemals eine wirklich starke Bindung aufbauen werdet, die aber nötig ist, um die anspruchsvollen Momente der Unsicherheit oder Uneinigkeit jemals auch nur ansatzweise halten zu können und euch aufeinander zu verlassen. Ohne starke Bindung wird jeder von euch an der Sinnhaftigkeit dieses emotionalen Invests zweifeln und daher weniger Vertrauen schenken und aus purem Selbstschutz lieber eine Trennung in Kauf nehmen. Und welchen Anreiz sollte ein Mensch haben, gesund und eigenständig zu sein, wenn er dann keine Unterstützung mehr bekommt? Er kann also nur entweder Distanz halten oder Bedürftigkeit wählen (genau das ist die Katastrophe unseres Spenden-, Sozialhilfe- und Gesundheitssystems).

Menschen zu unterstützen, beginnt nicht erst, wenn sie kurz vor dem Zusammenbruch sind. Starke Partnerschaft bedeutet, ein ganzes Leben lang Grund der Freude und Stärkung (statt emotionaler Belastung) für den anderen zu sein. Und damit kommen wir zum Punkt „Self-Leadership“: Ausnahmslos in jeder Beziehung kommen die Momente, in denen wir uns im Recht fühlen, Dinge aus unserer Sicht besser wissen, uns Sorgen machen oder eine offene Forderung haben – und der andere nicht unseren Erwartungen, Empfehlungen oder dem Ausgleich entsprechend handelt. Ausnahmslos. Wenn wir glauben, uns würde das nicht passieren, dann garantiere ich dir, dass deine Kinder dir emotional das Genick brechen, weil sie genau diesen Trigger radikal gnadenlos bei dir drücken werden. Und wenn du keine Kinder hast, dann werden Freunde, Familie oder dein Körper diese Rolle übernehmen und dich zum Wachstum zwingen.

Wir erleben also Momente, in denen wir inneren Druck bis hin zu Panikattacken erleben. Eine Energie der Frustration, Wut, Enttäuschung, Trauer, Hilflosigkeit, Verletzung, Scham, Neid oder Angst, die sich teilweise über einen langen Zeitraum immer mehr aufgebaut hat und irgendwann explosionsartig am anderen als Schuldigen entladen will, wenn wir es nicht vollbringen, uns dessen bewusst zu werden und daraus eine sofortige, der Freude folgende Lebensveränderung abzuleiten und in der vollen Eigenverantwortung unabhängig vom anderen einen neuen Umgang mit diesen Emotionen zu wählen, der sich weder gegen andere noch gegen sich selbst richtet.

Wir haben in unserer Gesellschaft völlig wahnsinnige Maßstäbe für ein erfolgreiches Leben etabliert, die genau in diesen Momenten unsere größte Hürde werden, weil die Angst vor Verlust dieses Status und dieser Sicherheit uns zu verletzenden, kämpferischen Handlungen zwingt: „Welche Position hast du? Wie viel Gewinn machst du? Wie hoch ist dein Vermögen? Wie groß ist dein Unternehmen? Welche Abschlüsse hast du? Wo hast du studiert? Wie viele Kinder hast du? Wie ordentlich sind deine Kinder gekleidet? Wie lang bist du verheiratet? Wie viel Sport machst du? Wie gesund ernährst du dich? Wie groß ist dein Haus? Welches Auto fährst du? Wo wohnst du? Wie moralisch korrekt handelst du? Wie viel reist du? Wie niedrig ist deine Verschuldung? Wie ökologisch korrekt lebst du?“.

Ich sag dir, was mein einziger Maßstab für mein erfolgreiches Leben ist:

Wie sehr bin ich anderen Menschen ein zutiefst empowernder, emotional und konkret stärkender, unterstützender, mutig vorangehender, Halt gebender, ehrlich sprechender, aufrichtiger und loyaler Lebenspartner?

Punkt. Wieso erzähle ich das? Weil dieser Fokus essenziell ist, um mit herausfordernden Momenten konstruktiv und wertschätzend mit sich selbst und anderen umzugehen und weder Selbstwert noch Lebensfreude zu verlieren. Lieber hab ich Null Euro auf dem Konto und ziehe bei meinen Eltern ein, als ein reiches oder panisches Arschloch zu sein, das aus Rechthaberei auf den anderen verbal eintritt, vor Gericht zieht und ihn bis aufs Hemd ausquetscht oder dabei zusieht, wie Freunde oder absolut bemühte Mitmenschen an ihrem Leben zerbrechen – statt meine eigenen Ängste zu heilen und meine Forderungen loszulassen. Damit meine ich nicht, dass wir auf Geld verzichten und mittellos leben sollen. Im Gegenteil. Ich meine damit, dass wir ein wirklich reiches Leben anstreben dürfen, damit wir unseren Mitmenschen in jeder noch so prekären Situation ein loyaler und stärkender Partner sein können – und dass wir zugleich die emotionale Abhängigkeit von diesem Reichtum loslassen dürfen, sodass wir niemals (genug) Geld vor Unterstützung priorisieren. Wenn du mit der Prägung aufgewachsen bist, du solltest immer x Euro auf dem Konto haben und immer deine Absicherung vorziehen, ehe du einen anderen unterstützt: zerstöre diese Prägung des Mangels ab heute in dir. Denn sie basiert auf dem Glaubenssatz, es wäre nicht genug für alle da und es wäre unsicher, dass du stets immer wieder neu und genug Geld einnimmst und für dich gesorgt wird. Willst du das wirklich glauben? Ich frage nicht, ob du das für die Realität hältst – ich frage, ob du das glauben WILLST. Willst du das zur Realität machen? Willst du dein Leben der Angst unterwerfen, immer in Unsicherheit zu leben und „zu wenig“ zu haben? Willst du die Abhängigkeit von „genug Geld“ als Basis und Entscheidungskriterium für dein gesamtes Leben akzeptieren? Willst du deine Freude des Schenkens und der Unterstützung anderer Menschen für die Rente aufsparen? Glaubst du ernsthaft, es würde sich irgendetwas an deinem Geiz, deiner Existenzangst und emotionalen Abschottung ändern, wenn du dann in Rente bist? Glaubst du, du hast dann überhaupt noch Freunde, wenn du damit bis zur Rente wartest oder niemals damit anfängst? Glaubst du, irgendwer würde dich unterstützen, solltest du aus unerfindlichen Gründe mal selber in eine schwierige Lage geraten, wenn du bis dahin immer lieber jede Rechnung brav teilst, auf die centgenaue Abrechnung des gemeinsamen Ausfluges beharrst, dich maßlos über den Kratzer im Autolack aufregst und dein Geld lieber im Aktiendepot „für sich arbeiten“ lässt, damit du genug Geld für die Rente hast, das du dann aber leider mit niemandem mehr für schöne Ausflüge teilen kannst, weil bis dahin keiner mehr Bock auf dein egoistischen Verhalten hat?

Jeder hat immer Gründe, warum es gerade nicht passt und warum er viel zu unbedeutend und schwach und arm ist, um etwas ändern zu können. Und ja, wir werden niemals alles schaffen oder jedem gerecht werden. Manchmal brauchen wir selber Hilfe und können sogar überhaupt nicht für andere da sein. Manchmal ist die größte Unterstützung für einen anderen, still zu bleiben, sich nicht zu melden oder ihn sogar heftig zu enttäuschen – denn manchmal braucht ein Mensch das, um die Stärke in sich zu entwickeln, sich aus sich selbst heraus aus seiner Opferhaltung oder seinem übergriffigen Oberlehrermodus zu befördern. Manchmal braucht es die Größe, den Menschen, den man am allermeisten liebt, frei zu lassen, weil man weiß, dass er sich in einer anderen Beziehung besser entfalten kann und glücklicher wird. Aber wenn ein Mensch alles für sein eigenständiges Leben und das Kreieren von lebensveränderndem Wert für andere tut und diese Meisterleistung vollbringt, sich nicht mit Jammern, Meckern, Dienst nach Vorschrift oder Rumsitzen zufriedenzugeben – dann verdient er all unsere Unterstützung.

Wenn wir nun also Menschen unterstützen und dafür z.B. finanzielle Unsicherheit in Kauf nehmen, was passieren kann, wenn du umfangreich dein Unternehmen, deinen Kindern das Studium, deinem Freund den Traum vom eigenen Hotel, deinen Eltern einen Pfleger im eigenen Haus oder deinem Partner die Umschulung oder 3 Jahre Elternzeit oder die Traumreise finanzierst oder verständnisvoll mit Kunden und Partnern umgehst, die Zahlungsschwierigkeiten haben, dann kann zwischendurch dein Kontostand ins Minus gehen und bei dir plötzlich starke Existenzängste auslösen. Die meisten Menschen haben gelernt, dann mit Vorwürfen, Druck und Drohungen auf denjenigen loszugehen, den sie für den Schuldigen an dieser Situation halten oder bei dem sie sich am ehesten Erfolg versprechen, um ihr eigenes Problem „zu wenig Geld“ emotional beim anderen abzuladen und Lösung zu fordern. Wenn dieser Umgang also absolute Oberscheiße ist (er führt nämlich zur Verhärtung und Spaltung der Beziehung und der emotionale Druck wird den anderen noch mehr belasten und somit bremsen, einen Weg zu finden), dann dürfen wir nun einen neuen Weg wählen. 

Was ist als servant Leader zu tun?

1. Wähle Eigenverantwortung. Inwiefern hast du dich ausnahmslos selber in diese Situation gebracht – ohne dich in dieser Beschreibung als Opfer oder passiver Handlungsbefugter des anderen oder irgendwelcher Umstände darzustellen?

2. Welche Geschenke hast du alle bis heute durch diesen Menschen oder durch diese Entscheidung und diesen Weg erhalten? Inwiefern hat es zu deinem Wachstum, deiner Größe, Selbstehrlichkeit, inneren Befreiung und neuen Möglichkeiten beigetragen?

3. Was hast du alles schon kostenlos von anderen Menschen in deinem Leben erhalten? Mal angenommen, wir müssten nicht immer 1:1 von demjenigen zurückerhalten, dem wir etwas geben, sondern Geschenke und Unterstützung würden aus verschiedenen Richtungen kommen – aber eben nur deshalb, weil wir grundsätzlich ein Mensch sind, der einfach schenkt – wie würdest du dann auf diesen Menschen schauen, der dir gerade etwas schuldet oder der aus Sicht deines Egos daran Schuld ist, dass es dir schlecht(er) geht?

4. Wenn es niemanden gäbe, bei dem du dich jetzt beschweren, den du für schuldig erklären oder von dem du eine Lösung für dich erzwingen könntest, was würdest du tun, um aus dir selbst heraus und ohne Zutun des anderen eine Lösung zu kreieren? Wie sähe der Schritt in deiner vollen Größe und dem vollen Vertrauen in deine Genialität und Schöpferkraft aus, davon ausgehend, dass du jederzeit sofort einen wildfremden Menschen auf der Straße von dir und deinen genialen Angeboten, deiner Kompetenz und Nützlichkeit überzeugen und somit für Einnahmen sorgen kannst?

5. Inwiefern stößt dich diese Situation oder dieser Mensch an eine Selbstehrlichkeit, vor der du seit langem die Augen verschließen und vor ihr fliehen willst? Was genau ist diese Wahrheit der tiefsten Unzufriedenheit und Sehnsucht in dir, die völlig unabhängig von diesem Menschen schon so lange da ist, die du aber unter Bergen von Ablenkung, Ausreden und Schuldzuweisung begraben hast?

6. Wenn du felsenfest daran glauben und vertrauen würdest, dass immer Geld und Wege zum Erfolg und deinem glücklichen Leben zu dir kommen und jeder andere Mensch ebenfalls sein Bestes gibt, um deine Wünsche zu erfüllen, auch wenn er es mal nicht sofort schafft – wie würdest du dann mit der Situation umgehen?

7. Gäbe es einen Weg, euch zusammenzutun oder den anderen in vielleicht sogar noch größerem Maßstab zu unterstützen, sodass ihr am Ende beide profitiert und sogar viel, viel mehr Einnahmen hättet? Wie sähe so ein Weg aus? Gibt es Personen, mit denen du den anderen zusammenbringen oder Aufträge, Sponsoren oder Investoren, die du ihm vermitteln könntest?

8. Wenn du dir voll und ganz bewusst machst, dass Schenken, Großzügigkeit, Loslassen und Milde die stärkste Quelle deiner Freude und deines inneren Friedens sind, wie viel mehr kannst du jetzt in diesem Moment voller Stolz auf dich selbst schauen, dass du dies in dieser Situation vollbringst, und dich von diesem Gefühl des Stolzes und der Dankbarkeit zutiefst erfüllen lassen und anerkennen, dass es gerade das größte Geschenk deines Lebens ist, zu lernen, mit Stolz auf dich selbst zu schauen und deine Emotionen unabhängig vom Verhalten anderer und der Umstände auf diese Weise komplett drehen zu können – und dass dieser Mensch und diese Situation dir genau dieses lebensbefreiende Learning ermöglicht haben, das du niemals ohne sie hättest trainieren und verinnerlichen können und das dich dein gesamtes Leben befreien, glücklich und resilient machen wird? FÜHLE ES! DAS ist deine wahre Stärke! Ja, natürlich hättest du gern eine leichtere Situation, aber niemals würdest du echte Dankbarkeit und Stolz in dieser Tiefe erleben können, wenn das Leben dir nicht diesen Moment zum Üben geschenkt hätte, bewusst den Fokus zu halten, während alles in dir mit Flucht, Schockstarre und Wut auf den anderen reagieren will. Diese Reaktionen sind das Ablenkungsmanöver deines Verstandes, denn sie sind in keinsterweise zielführend. Sie sind nur dazu da, um zu zerstören. Willst du das? Halte den Fokus auf den Stolz auf deine eigene innere Stärke und die Dankbarkeit für die Verinnerlichung. Wiederhole gern dazu folgende Sätze in Dauerschleife: „Es tut mir leid. Verzeih mir. Ich liebe dich. Ich danke dir. Ich vertraue dir.“ (kleine Abwandlung von Ho’oponopono). Egal, ob du verstehst warum oder noch nicht. Halte den Fokus. Wiederhole die Sätze, bis die Emotion sich beruhigt.

9. Stell dir vor, du wärst Fußballspieler, es stünde 0:3 für die gegnerische Mannschaft und ihr hättet noch 10 Minuten übrig. Ja, die „Realität“ sieht nun nach Verlieren aus – aber die wahren Meister schießen in diesen letzten 10 Minuten 4 Tore. Österreichische Bundesliga November 2024: Wolfsberger AC spielt gegen GAC. In der 80. Minute liegt WAC mit 3:0 in Rückstand, doch dann legen sie los und erzielen 4 Tore. Es ist möglich! Und allein schon, dass es möglich ist, sollte dir Beweis genug sein, um felsenfest an den Erfolg zu glauben (egal, ob es sich um Krankheit, Geld oder Beziehung handelt) und in dieser Power und diesem Vertrauen gemeinsam zu handeln.

10. Visualisiere dein Gegenüber innerlich, wie er dir ein Vielfaches deines Invest bezahlt, du selbst erfolgreich bist und dein Konto mit Geld im Überfluss zu sehen ist. Wann immer dein Verstand sich auf das Drama-Bild stürzen will, zwinge ihn, das innere Bild in freudiger Umarmung und Millionen Euro auf deinem Konto zu visualisieren. Lass nicht zu, dass die beschissene Mangelkonditionierung deines Verstandes dich dazu zwingen will, nur noch das andere für realistisch zu halten und in Panikmuster zu verfallen.

Bleibe im Gefühl der absoluten Gewissheit für den erfolgreichen Ausgang und dieser Offenheit für wirklich zielführende Schritte und Entscheidungen. Du wirst sehen, dir werden jetzt Wege einfallen und Menschen zu dir kommen, die deine Situation schlagartig mit einem Fingerschnips lösen UND die Beziehung zu dem Menschen erhalten, dem du vorhin noch emotional an die Gurgel gehen wolltest.

Ich habe vor jedem Menschen zutiefst Respekt, der eines in seinem Leben vollends erkannt hat:

Dass die allertiefste Freude und das allergrößte lebenslange Glück in uns dadurch entstehen, dass wir anderen etwas schenken, sie dabei unterstützen, ihre Träume und Visionen umzusetzen, verzeihen, ihre Menschlichkeit und ihr Bemühen anerkennen und ihnen den Ort kreieren, wo sie sich frei, verbunden, stolz und als sie selbst fühlen und handeln dürfen, egal, welche Fehler, Misserfolge oder Unzulänglichkeiten sie haben.

Hör niemals auf Menschen, die dich zu Kampf, Rache, Trennung, Drohung oder Flucht anstiften wollen – ein „Sieg“ auf dieser Basis wird dich niemals glücklich machen, denn er wird wieder und wieder und wieder deine Beziehungen zerstören und dich einsam enden lassen.

Sei Menschen ein Lebenspartner – mit der emotionalen und mentalen Stärke, Unsicherheit halten und in Selbstermächtigung wandeln zu können.

In Liebe, Leonie

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