Wie erhältst du Investoren und Kunden am Fließband?

Was wir finden wollen, ist der Weg, wie das, was wir brauchen (tolle Kunden und eine Entwicklungsspielwiese für unser geniales Team), ein logisches Nebenprodukt eines notwendigen Wunsches ist, für den daher ein anderer gerne Geld bezahlt.

Der Mensch hat nur begrenzt Zeit & Energie: je zielgerichtetere Fragen wir uns also stellen, desto effizienter gehen wir mit diesen Ressourcen um – und kreieren die genialsten Ergebnisse und Wege, weil wir im Fokus behalten, worum es wirklich geht, statt wie die meisten auf Abwege zu kommen, weil die Welt ständig an uns zerrt und andere Dinge für wichtiger erklärt.

Aber erst ein kurzer Exkurs:

Wieso wurde der Apple II so ein Erfolg?

Es wurden über 5 Millionen Exemplare weltweit verkauft. Das sind rund 10 Milliarden USD in damaliger Kaufkraft. Er war ein Jahrzehnt lang für 80% des Umsatzes von Apple verantwortlich. Wieso? Weil es so ein tolles Lifestyle-Gerät war? Weil er so ein hübsches Design hatte? Weil man ihn herumtragen konnte? Nein. 

Mal abgesehen davon, dass es der erste echte Personal Computer war, denn alles zuvor waren riesige Maschinen nur für Universitäten, Unternehmen und Hobby-Programmierer mit Lötkolben. Der Apple II hatte Farbe (was selten war), war fertig zusammengebaut und konnte direkt mit Tastatur und Fernseher benutzt werden. Das war revolutionär!

Steve Jobs und Steve Wozniak hatten aus Komponenten, die jedem Menschen (und Unternehmen wie IBM) zur Verfügung standen, etwas komplett Neues durch Kombination und Nutzenfokussierung kreiert.

Aaaaaaaber…..

Der Apple II wäre niemals ein Verkaufsschlager geworden. Denn was Steve und Woz nun verstanden, war die wahre Revolution: Menschen kaufen nicht die Hardware – sie kaufen das, was man damit machen kann. Hardware ohne Software ist also nutzlos.

1979 erschien VisiCalc, die erste Tabellenkalkulation der Welt – ein Vorläufer von Excel – und lief exklusiv auf dem Apple II. DAS machte ihn zum Verkaufshit. Wer kaufte nun die Geräte? Es waren Businessleute. Für ihr Büro, für ihr gesamtes Team, für sich selbst. Schulen und Universitäten kauften den Apple II. Es waren die großen Institutionen, für die der Computer einen ganz anderen Nutzen erfüllte: er sparte massiv Zeit & Energie – und somit Geld. Er ließ sie ihre notwendigen ToDos, Probleme und Wünsche effizienter und glücklicher lösen und erreichen, die wieder zu Millionen USD Einnahmen oder Einsparungen führten. Der Computer wurde ein logisches Nebenprodukt zur Zielerreichung – und somit der Kauf eine Selbstverständlichkeit, denn der Nutzen war weit größer als das Invest. Dasselbe Prinzip gilt für iPhone & iPod: was man damit machen kann, was es befreit – darum geht es.

Lass das kurz wirken. Mach dir die tiefgehende Bedeutung dieser Kausalkette bewusst. Denk weiter darauf herum. Sie wird dir Millionen einbringen, wenn du sie umsetzt.

Aber wir wollen größer…

Wann wird ein Produkt ein cooles Lifestyle-Produkt, das dann auch alle anderen haben wollen, obwohl es preislich eigentlich über ihren Möglichkeiten liegt? Wenn es die Coolen tragen. Und wer ist das außerhalb der Schule? Die Businessleute. Wenn die in New York mit einem iPhone rumlaufen, weil es am effizientesten und entspanntesten ihre Bedürfnisse erfüllt… wollen ALLE ein iPhone haben. So funktioniert Marktdurchdringung: Du fokussierst dich auf das High End Angebot, das erstmal nur einer Elite zur Verfügung steht, und erfüllst ihre Bedürfnisse nach besten Möglichkeiten. Und nun wird es wirken… der Mensch will den Coolnessfaktor, aber vor allem will er: den Luxus, ebenso Zeit & Energie sparen zu können wie die coolen Businessleute, die sich keine Gedanken um Geld machen müssen.

Für Steve Jobs war es klar, von Anfang an mit Investoren zu arbeiten. Warum eigentlich? In Deutschland begegne ich permanent Unternehmern, die mir stolz erzählen, alles mit Eigenkapital zu finanzieren und keine Investoren zu wollen. Klar, Abhängigkeit fühlt sich immer blöd an und selbstverständlich scheint es erstrebenswert, alles alleine zu schaffen. Und Außenstehende wollen dann ja auch was, selten geben sie dir Geld zinslos. Gleichzeitig ist es auch bescheuert, Cashflow und Eigenkapitalquote zu opfern, wenn Fremdkapital günstig oder sogar zum Nulltarif verfügbar ist.

Der Switch ist:

Lass deine Investoren die am meisten profitierenden Kunden sein.

Wie kriegen wir das hin: Wenn wir ein immens teures, Ausprobieren erforderndes Problem für jemanden lösen – hat unsere Zielerreichung den größten Nutzen für unser Gegenüber (potenziell größte Kostenersparnis) und somit ist dieser bereit, das Risiko zu tragen und in die Pre-Seed-Phase zu investieren. Die Pharmaindustrie ist das simpelste Beispiel dafür.

Investoren sind nichts Schlimmes. Sie sind langfristig treue Kunden mit besonderer Risikobereitschaft. Und dass du als Unternehmer Beziehungsdynamiken und Kommunikation zu erlernen hast, steht ohnehin außer Frage. Ich weiß, du hast keine Lust, dass dir Menschen reinreden. Aber jeder Kunde ist ein Mensch, also lerne es, deiner Vision treu zu bleiben und zugleich die sinnvollen Interessen deines Gegenübers zu berücksichtigen.

Erinnere dich: wir wollen eine Entwicklungsspielwiese für unser geniales Team, um Revolutionäres zu kreieren. Und das geht am schnellsten mit Investoren, um nicht ständig dem Verkaufen hinterherrennen zu müssen.

Wie kommen wir also in diese komfortable Lage?

Stell dir folgende Frage:

Welches immens kostenintensive Problem lösen wir (nebenbei) durch die Entwicklung unseres Angebotes?

Da draußen sind Firmen und Institutionen, die jährlich Millionen oder sogar Milliarden an Schadensersatz, Überschreitung von Standards, Vertragsfristenüberziehung, Ausfällen, Stillstand, Ineffizienzen, Streitigkeiten oder ganz simpel Marktverlusten durch fehlende Innovation und Kundenabwanderung zahlen. Durch was werden diese Kosten in deinem Fall verursacht? Wie hoch sind diese Kosten und wie hoch ist entsprechend das Einsparpotenzial? Wie hoch ist der potenzielle Gewinnzuwachs dadurch? Welche Firmen betrifft es am meisten? Finde sie!
 
Mit welcher Lösung ließe sich genau das reduzieren oder sogar komplett beheben und somit die Sehnsucht des Menschen nach innerem Frieden, Freude & Verbundenheit erfüllen?
 
Adaptiere es auf deine Branche. 
Wichtig ist dabei: das Ziel ist die Erfüllung der Sehnsucht des Menschen. Die Lösung ist das logische Nebenprodukt, um ruhig und entspannt schlafen zu können – und deshalb ein Nobrainer. Halte den Fokus auf die Sehnsucht. Das ist essenziell für deine Kommunikation. Denk an Apple. Sie haben nicht gesagt: „Hier hast du eine Kiste mit Tastatur und Bildschirm“. Sie haben gesagt: „Du wolltest schon immer in Rekordzeit deine Arbeit erledigen und endlich vor deinem Chef/Kunden glänzen, weil du schneller als alle anderen warst? Hol dir den Apple II. Gehaltserhöhung, Beförderung und Coolnessfaktor inklusive ;)“
 
Silvan Staufert und Fajer Mushtaq von Oxyle erhielten 2025 16 Millionen USD Funding zum Ausbau ihrer Technologie, um PFAS (Ewigkeitschemikalien) aus dem Wasser zu filtern und die Wasserversorgung nachhaltig zu schützen – und somit Chemiekonzerne vor Milliarden Strafzahlungen zu bewahren. In der Pre-Seed-Phase 2022 erhielten sie 3 Millionen USD Finanzierung. Ihre Kunden sind Betreiber von Wasserinfrastrukturen. 
 
gridX löst den Wunsch, wie man dezentral erzeugte Energie effizienter nutzen kann. Sie gründeten 2016 und entwickelten sich zu Software, Plattform und Services für Versorgungsunternehmen und dezentralisierte Energieanlagen. 2021 übernahm E.ON eine Mehrheitsbeteiligung. 2022 schloss gridX eine Series-C Finanzierungsrunde über 40 Mio. USD ab, um Wachstum, Produktentwicklung und Marktexpansion zu beschleunigen. Das Unternehmen adressiert drei große Herausforderungen des Energiesektors: 1. Dezentralisierung & Digitalisierung der Energieversorgung, 2. Komplexität von Tarifen, Abrechnung und Verbraucherverhalten und 3. Förderung der Energiewende & Integration erneuerbarer Energien. Auch hier stecken mitunter Strafzahlungen für Konzerne wie E.ON, wenn sie sich nicht um diese Themen kümmern. Das Invest ist logisch, denn es gibt ihnen eine bessere Marktposition und setzt die notwendigen Weichen für die Zukunft.
 
Black Forest Labs aus dem Schwarzwald erhält voraussichtlich eine 4 Milliarden USD Bewertung und bis zu 300 Millionen USD Kapital – 14 Monate nach Gründung im August 2024. Sie entwickelten ein Text-zu-Bild-Modell („Flux“), das in Tests gegenüber großen Wettbewerbern wie OpenAI oder Midjourney deutlich besser abschnitt. Für xAI von Elon Musk ist diese Technologie so interessant, weil Bild-/Video-Generierung ein starkes Feature im weltweiten Wettbewerb um Nutzer, Aufmerksamkeit und Innovation sind – und es teurer wäre, es selber zu entwickeln. Trotz einer Millionen-Investition würde sich diese lohnen, weil sie das Risiko und den Zeitaufwand der Selbstentwicklung reduziert und das Monetarisierungspotenzial für ihn gigantisch ist. Adobe, Microsoft, Netflix, Samsung, Canva und die Deutsche Telekom nutzen bereits die Technologie des Startups. Meta soll über zwei Jahre hinweg 140 Millionen USD einbringen.
 
1978 begann Dieter Becken seinen Weg als Immobilienentwickler. In den 80ern & 90ern wurde er mit großvolumigen Büroprojekten zu einem der bekanntesten Immobilienunternehmer Hamburgs. 2006 verkaufte er 20 Gewerbeimmobilien für ca. 650 Millionen Euro an Morgan Stanley. Das Portfolio war von größtem Wert für die Bank als Fundament ihrer Fonds, mit denen sie Milliarden verdienen – oder Verluste machen würden, wenn keine weiteren wertstabilen Immobilien in ihrem Besitz wären.
 
Los geht’s. Empfange deine Antworten. Und lass niemals zu, dass dein Verstand dir einredet, du wärst dazu nicht (mehr) in der Lage. Selbstverständlich hast du genau wie alle anderen und immer wieder neu die Fähigkeit, geniale Eingebungen zu empfangen. Schreib dir die Fragen auf und kleb sie an den Spiegel. Lass dein Unterbewusstsein jeden Tag damit arbeiten. Und sei überrascht, was es dir präsentieren wird, ohne dass du aktiv danach gesucht hast.
 
In Liebe, Leonie

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