Leader oder Führungskraft – Self-Leadership zur Meisterschaft

Ja, jeder sagt das so neunmalklug daher: „Leadership geht über Self-Leadership.“, aber was heißt das eigentlich und warum soll man das überhaupt brauchen? Reicht doch ein MBA, oder?

„Der iPod ist zu groß. Er muss kleiner sein.“

Ingenieure: „Geht nicht.“

Steve Jobs nahm den iPod und schmiss ihn ins Aquarium. Luftblasen stiegen empor.

Danach entwickelten die Ingenieur den kleinsten iPod, den sie niemals für möglich gehalten hatten.

Wie sehr warst du jemals bereit, deine körperlichen und mentalen Grenzen zu überschreiten?

Innovation entsteht nicht innerhalb des Vorstellbaren. Sondern dahinter. Deine mentale Kapazität, Grenzen in Frage zu stellen und sowohl dich selbst als auch andere selbstbewusst darin zu führen, dem eigenen Drang des Aufgebens zu widerstehen und weiter dranzubleiben, die ultimative Lösung zu finden, ist das Innovationslevel, das du im Stande bist, zu erreichen. Wenn du dich selbst nicht über das Limit hinaus führen kannst, kannst du es auch nicht bei anderen. In den entscheidenden Momenten werden sie dir die Ohren vollheulen, sie könnten nicht mehr und es sei halt einfach nicht mehr möglich – glaubst du ihnen? Du wirst nur das Standing haben, sie zum Dranbleiben zu ermutigen, wenn du die Signale durch eigene Erfahrung richtig deuten kannst, denn natürlich gibt es niemals eine Standardantwort und es muss in jedem Moment weise entschieden werden, ob ein neuer Weg oder das Weitermachen zum Ziel führt.

Stell dir eine Hebamme vor. Als Frau merkst du sofort, ob eine Hebamme selber Kinder zur Welt gebracht hat oder nicht. Eine Hebamme ohne eigene Kinder ist vorsichtiger. Es ist unfassbar schwer, die mentalen und körperlichen Kräfte eines anderen Menschen einzuschätzen. Und hier geht es um Leben und Tod, eine Fehleinschätzung der Hebamme und das Baby (und ggf. auch die Mutter) stirbt unter der Geburt. Die Fähigkeit, eine Frau durch die Schmerzen, Unsicherheiten und Ängste einer Geburt beruhigend und empowernd zu führen, obwohl die Hebamme ihr nichts abnehmen und auch nicht exakt sagen kann, was zu tun ist, ist eine Kompetenz, die durch Self-Leadership entsteht und die tiefste Vertrauensbeziehung braucht. Hat eine Erstlingsmutter auch nur eine einzige Minute Zweifel in die Hebamme (und sowieso Zweifel in sich selbst), wird sie aufgeben und die Geburt wird Schwierigkeiten erleben.

Genau darum geht es.

Wenn du Menschen als servant Leader führst, entsteht eine Vertrauensebene, die mitunter über den Tod hinausgeht: Menschen vertrauen dir plötzlich bis aufs Blut. Sie stehen vor dir und sagen direkt oder indirekt: „Ich gehe mit dir durch die Hölle, wenn’s sein muss. Was immer du sagst, ich vertraue dir und folge deinem Weg. Denn nirgendwo anders fühle ich mich so stark und so gesehen wie bei dir. Lieber durchlebe ich Schmerz, um mit dir ans Ziel zu gelangen, als ohne dich zu sein.“

Ich weiß, 99% der Unternehmen werden niemals solche Teams entwickeln, weil sie das Ziel verfolgen, Mitarbeiter immer ersetzbar zu halten. Und wenn der Mensch merkt, dass er eigentlich nur als Schauspielpuppe betrachtet wird, schenkt er niemals sein Herz und bedingungsloses Vertrauen.

Dieses Level an Vertrauen macht Angst.

Plötzlich lastet auf deinen Schultern nicht mehr nur die Verantwortung für dich selbst, sondern auch noch für das Schicksal der anderen, die sich dir anvertrauen. Selbstverständlich haben sie es selbst frei so gewählt und sie dürften jederzeit gehen. Aber das Argument zählt in dem Moment nicht. Wie eine Hebamme, die nun die Verantwortung dafür trägt, die Mutter sicher durch die Geburt zu führen. Was du fühlst, ist die Last der Verantwortung. Diese Menschen sind wie deine Wahl-Familie und das ist noch viel bedeutsamer, weil du sie wirklich aus Liebe gewählt hast. Du weißt, wie viel Schmerz es dir bereiten würde, wenn sie gehen oder enttäuscht würden. Ihr Vertrauen ist wie ein unendlicher Schatz für dich, den du für alles auf der Welt belohnen willst, weil du weißt, wie unendlich kostbar dieses Geschenk ist und welchen Schmerz du euch zufügen würdest, wenn du scheiterst.

Es gibt zwei Typen von Führungspersönlichkeiten:

  1. Die, die ihre Position durch Qualifikation erhielten.
  2. Und die, die sich ihre Position verdienten.

Der Mensch fühlt sofort, ob ein Mensch einfach nur schlau redet – oder ob er tatsächlich selber durch die Erfahrung und den tiefsten Schmerz ging, um heute dort zu stehen, wo er steht. Der Mensch, der sich selbst durch den inneren und äußeren Sturm führte, hat eine Ausstrahlung und innere Stärke, die dir kein Studium und kein Buch dieser Welt jemals verleihen kann. All die Momente, in denen du geschrien, geweint, um dich geschlagen hast – und wusstest: es gibt nur diesen einen Weg – DURCH DEN SCHMERZ und dann geradewegs zum Ziel, denn Aufgeben oder Vorwürfe würden dich oder sogar euch gemeinsam umbringen.

Kannst du den Schmerz der Existenzangst, des Versagens, der Enttäuschung und tiefsten Leere halten? Wer bist du in diesen Momenten? Worauf richtet sich reflexhaft deine Energie? Auf Schuldsuche? Beschuldigungen? Aufs Rechthaben? Auf Selbstmitleid? Selbstdestruktivität? Aufs Aufgeben? 

Oder…

…kannst du in diesen Momenten umschalten, dich selbst aus der emotionalen Scheiße ziehen und den Fokus auf den nächsten Schritt zum Ziel halten?

Das ist der Moment, in dem aus dir ein Leader wird. Alles andere ist geschwurbelter Quark.

Das Interessante am Leben ist, irgendwie will es, dass wir diese Erfahrung machen. Es führt uns wieder und wieder und wieder an diese Momente – bis wir es vollbringen, das Ruder mental rumzureißen und endlich all die alten Muster zu durchbrechen, in die Stille zu gehen und ohne Ausreden, Ablenkungen oder Diskussionen das wahre Ziel wie ein Scharfschütze zu fokussieren. Aber viele zögern dieses Erleben hinaus, bis sie den ersten Herzinfarkt, Schlaganfall, Krebstumor oder Nervenzusammenbruch erleiden – oder sie werden einfach dement und vermachen es ihren Nachkommen, das Muster in der nächsten Generation lösen zu müssen. Denn ob wir wollen oder nicht, wir geben diese Unterdrückungs-, Schutz- und Fluchtmuster an unsere Kinder weiter, und wenn wir es nicht lösen, wird es ihnen später in Form von Panikattacken vor die Füße fallen, weil sie nicht länger wegschauen können.

Die Frage ist also: Willst du eine Führungskraft oder ein Leader sein?

Eine Führungskraft braucht Methoden und Formulierungen, um den fehlenden Respekt und die fehlende Ausstrahlung auszugleichen. Ein Leader braucht nichts davon: Sie betritt den Raum, sagt kein Wort – und ihre Energie wirkt bis in jedes Atom der Umgebung. Sie strahlt die tiefste Ruhe und Klarheit aus.

Leader haben die besondere Aura, jeden Menschen in ihrer Umgebung ebenso zum Leader zu machen: erstmal für sich selbst und später für andere Menschen. Denn sie haben eines zutiefst verstanden: jeder Mensch muss sich selbst aus dem Zweifel, Unwissen, der Angst und Unsicherheit ziehen – sie muten ihren Schülern das emotionale Chaos zu, um eigenständig daraus zu erwachsen. Sie nehmen ihnen den mentalen Schmerz nicht ab, auch wenn sie die Lösung der Aufgabe mit einem Fingerschnips erledigen könnten. Im Gegenteil. Wie Steve Jobs erhöhen sie sogar allzu gern den Schmerz, indem sie sich das Ergebnis anschauen und sagen: „Das ist Oberscheiße! Zurück an die Arbeit. Da ist noch Luft drin, also ist es nicht gut genug. Wir ziehen das jetzt durch, bis wir am Ziel sind!“ – und alle werden stöhnen und ihn in diesem Moment verfluchen, weil ihr Kopf schreit: „ICH WILL ENDLICH FERTIG SEIN!!!!!! ICH HAB KEINEN BOCK MEHR!!!!!“. 

Und dann werden sie die Schultern straffen – und das Unmögliche möglich machen. Und heiliger Bimbam, danach werden sie auf eine Weise stolz auf sich sein, wie sie es noch nie in ihrem ganzen Leben erlebt haben – und wie es sich tief in ihr Herz und ihren von nun an unzerstörbaren Selbstwert einbrennen wird.

Dieses Ergebnis kreiert nur ein Leader – ein Mensch, der selbst den tiefsten Schmerz überwunden hat und deshalb als größte Inspiration auf jeden Menschen wirkt: „Wenn er es geschafft hat, dann ist es möglich und dann kann ich es auch!“

Unser Verstand fragt sich während des Prozesses gern: „Warum muss ich denn jetzt durch diesen Mist hier durch? Warum kann der Weg nicht leichter und direkter sein?“. Auch vergleicht er sich gern und denkt: „Bei den anderen geht das alles viel leichter, warum bei mir nicht? Bin ich zu dumm? Mach ich was falsch? Mach ich es mir besonders schwer?“

Lass uns an dieser Stelle kurz mal das „Es darf leicht sein“ Credo bzw. die Frage „Muss es immer schwer sein?“ anschauen.

Erinnerst du dich noch daran, als du Laufen lerntest?

War das leicht? Konntest du das sofort? Nein. Es war monatelange harte Arbeit. Physisch und mental. Aber du wolltest es unbedingt lernen und du hast zu keinem Zeitpunkt daran gezweifelt, ob du überhaupt dazu in der Lage bist und ob das wirklich die richtige Entscheidung ist, den Aufwand zu betreiben. Du hast es einfach gemacht. Jeden Tag. Richtig? Du warst wütend. Du hast geschrien. Du warst frustriert. Aber jeden Tag aufs Neue hast du dich an Stühlen und Sofas und Regalen hochgezogen und bist einzelne Schritte gegangen – bis du endlich schwankend von A nach B laufen konntest. Richtig?

Und dann konntest du plötzlich laufen – und zack, war es selbstverständlich für dich, alles laufend zu tun. Plötzlich war es super leicht und du hast nie wieder einen Gedanken des Zweifels daran verschwendet. Richtig?

Alles im Leben verläuft auf diese Weise. Erstmal bist du ahnungslos, vielleicht sogar talentlos – und dann gehst du durch den mentalen und physischen Schmerz und lernst alles, was es zur Zielerreichung braucht.

Es gibt zwei entscheidende Fragen:

  1. Für welches Ziel lohnt sich dieser mentale, physische und zeitliche Aufwand?
  2. Bist du bereit, ALLES dafür zu geben?

Das Endziel muss attraktiv genug sein, sonst ist es wirklich Zeitverschwendung. Es muss ein Quantensprung deines Lebensgefühls an Freiheit und Selbstwirksamkeit kreieren. Hier merkst du, woran die Menschen mit 3 Jobs zum Überleben und hohen Schulden wirklich scheitern: sie haben entweder gar kein Ziel oder ein zu kleines. Es ist vollkommen in Ordnung, zwischenzeitlich verschuldet, im Dispo, in Zahlungsschwierigkeiten, wohnungslos, geschieden oder arbeitslos zu sein. Die Frage ist: ist es ein ZWISCHENschritt zu einer wahrhaftig großen Vision? Oder ist es Resignation?

Eine weise Frau sagte mir einst: „Wir müssen die Tiefen erleben, um die Höhen überhaupt ohne Angst genießen und halten zu können.“

Ist dir schon mal aufgefallen, dass die meisten unfassbar erfolgreichen Menschen entweder aus ärmsten Lebensverhältnissen kamen oder tiefe Krisen erlebten?

In der Kriegsführung sagt man gern: „Wenn du den Sieg willst, zerstöre deine Boote.“

Es braucht eine besondere innere Klarheit dafür, NIE WIEDER WENIGER zu akzeptieren. Nur wenn wir den wahren Schmerz der Armut, Abhängigkeit, Hilflosigkeit, Gewalt, Einsamkeit und des Verlustes erlebt haben, werden wir uns lieber den Arsch aufreißen für einen gigantischen Wachstumssprung, als jemals noch mal dort zu landen. Zugleich schätzen wir den freien Zustand mit einem Level an Dankbarkeit, das niemand nachvollziehen kann, dem diese Freiheit einfach so geschenkt wurde und für den sie selbstverständlich ist. Und somit kommen wir zur zweiten Fragen: erst, wenn du diese innere Klarheit für die Vision hast, wirst du alles geben – und nur dann kannst du sie erreichen. Glaubst du, du hättest Laufen gelernt, wenn das Ergebnis dir egal gewesen wäre? Nein. Dann wärst du beim Krabbeln geblieben, denn zum Laufen braucht es Muskeln und die entwickeln sich nur durch das schmerzhafte Üben. Hättest du diesen Willen nicht entwickelt und all die Unsicherheit auf dich genommen, den sicheren Griff vom Sofa loszulassen und dich in diesen fast schwerelosen, unsicheren Zustand zum nächsten Gegenstand zu begeben, wärst du niemals gelaufen. Du musstest alle Sicherheiten loslassen, vermutlich noch mehrfach hinfallen, bis du es endlich schafftest.

Worauf bezieht sich dann der Satz: „Es darf leicht sein.“?

Darauf, dass du aufhörst, mit dem Weg und dir selbst militärisch wie ein Feldwebel zu kämpfen. Dein großer Vorteil beim Laufenlernen war, dass du damals noch nicht sprechen und somit auch noch nicht selbstkritisch, verurteilend und destruktiv denken konntest. Du bist hingefallen, wieder aufgestanden und hast weitergemacht. Fertig. Du hast dir das Zweifeln und Zurückhalten von Ressourcen und die Selbstkritik gespart. Darum geht es. Denn diese Gedanken sind es, die dich auf den Grund des Ozeans quetschen und zum Aufgeben zwingen.

Auf meiner Reise zum Hidden Heide Resort und ShInnovates Festival musste ich all diese Schritte durchlaufen. Und zwar zwei Jahre lang. Nicht ein paar Tage, nicht ein paar Monate. Zwei Jahre. Ich musste meine Ehe, mein Haus, mein Auto, meine bereits erreichte Freiheit, all mein Geld und mein Selbstbild loslassen. Von der alles perfekt hinkriegenden Vorzeige-Mama wurde ich plötzlich wieder komplett abhängig und hilflos, zog nach knapp 20 Jahren wieder bei meiner Mutter ein und musste 3 Kinder und Arbeit und Leben allein organisieren. Ich fragte mich oft, ob irgendwer das nachvollziehen kann, wie es sich anfühlt, plötzlich normale Dinge nicht mehr allein gebacken zu kriegen – wenn man vorher immer alles ziemlich perfekt und definitiv ohne Hilfe erledigt hat. Wenn man plötzlich für die simpelste Autofahrt fremde Hilfe braucht. Wenn man Mitte des Monats plötzlich nur noch 18€ bis zum Dispolimit übrig hat – und 3 Kinder davon ernähren muss. Wenn Briefe und der Anblick des Handys Paniken auslösen. Wenn du dich im Supermarkt plötzlich schwankend wie auf hoher See fühlst. Wenn du niemandem mehr ganz gerecht wirst und dich jeden Tag zu langsam und erfolglos siehst. Es fühlt sich an, als wärst du der größte Versager und die heftigste Zumutung für die gesamte Menschheit. Völliger Quatsch natürlich. Einen anderen würdest du dafür schließlich auch nicht verurteilen oder allein lassen. Aber das Selbsturteil ist heftiger: Es zerquetscht dich wie eine Ameise zwischen zwei Fingern. All die Menschen, deren Erwartungen du plötzlich enttäuschst. Jede Minute deines Tages lastet es auf deinen Schultern, läuft hinter dir her wie ein Schatten im Dunkeln. Will dich packen, wenn du grad einfach nur ein einziges Mal kurz die Augen schließt. Während du jeden Tag dein Bestes gibst.

Fast 400.000€ im Zahlungsverzug zu sein, täglich Mails mit Mahnungen, Zahlungsaufforderungen und fehlgeschlagenen Abbuchungen zu erhalten, auch engste Vertraute zu enttäuschen und mich mit all diesem Struggle auch noch anderen Menschen zuzumuten und von ihrer Hilfe und ihrem Verständnis abhängig zu sein, war für mich das heftigste Gefühl von Kontrollverlust und Versagen EVER! Mein Selbstwert und Selbstbild wurden ZERSCHMETTERT, als wären die vorherigen 37 Jahre meines Lebens ein wertloser Fliegenschiss gewesen.

Aber genau darum geht es: dein Verstand vergleicht dich mit einem Ideal, kommt zu einem desaströsen Ergebnis – und nun darfst du auf diesem Level üben, dich aus dem emotionalen Strudel in den Abgrund wieder nach oben zu holen, dir zu verzeihen, dich liebevoll zu betrachten, jeden Tag deine kleinen Erfolge zu sehen, dankbar für dein Leben und den Prozess zu sein – und den Fokus auf die Vision zu halten und weiter die Schritte zur Realisierung zu gehen.

Kannst du dem entgehen? Muss du so einen Abgrund erleben?

Du musst gar nichts. Die Frage ist: Wie groß ist deine Vision? Und auf welchem Level willst du ein Leader werden? Denn hinter diesem Weg steht deine Kompetenz, dir des Gedankenstrudels der Angst und der wahren Realität bewusst zu werden: Ja, ich erlebte oberflächlich betrachtet einen ziemlichen Absturz. Aber die wahrhaftige Realität war: ich hatte zu jedem Zeitpunkt ein Dach über dem Kopf, ein gemütliches Zuhause, Essen und Trinken, fließendes, warmes Wasser, genug Geld für Hafermilchcappuccino – und unfassbare Menschen, die mich mental, mit Hilfsleistungen jeglicher Art, unglaublichem Vertrauen, Zuspruch, Kulanz, Verständnis, Geduld und sogar Geld unterstützten. Meine Kinder und ich waren immer gesund, haben gelacht und Schule, Kita, Sport, Freunde, Alltagsorga und Arbeit gewuppt. DAS war die Realität. Die Existenzängste, die sich mein Kopf währenddessen ausdachte, waren eine selbstgemachte Illusion eines Worst Case Szenarios, das nie eintrat. Jeden Monat oder sogar jeden Tag dachte mein Kopf, ich würde nun sterben – aber Fakt war: ich lebte und zwar sogar ziemlich sicher und behütet.

Du kannst dir selbstverständlich diese Erfahrung ersparen, ja. Ich will auch nicht, dass meine Kinder das erleben müssen. Aber Fakt ist: Ich gehe nun aus dieser Erfahrung mit der heftigsten, für mich jemals vorstellbaren Klarheit heraus, dass mich nichts, wirklich rein gar nichts umbringen kann. Und dass die Angst vor Zahlungsschwierigkeiten, Geldverlust, Enttäuschungen und Loslassen aller materiellen und sozialen Errungenschaften und Sicherheiten niemals ein Grund sind, eine Vision oder einen tiefen Wunsch nicht anzugehen. Diese Klarheit und Selbstsicherheit gebe ich nun meinen Kindern mit, sodass sie in ihrem Leben von Anfang an die Fähigkeit haben, immer ihrem Herzen folgen zu können (statt erst bis zum Zusammenbruch physisch, mental oder in Beziehungen warten zu müssen), weil sie die Zweifel, das Hin und Her und die Ängste, mit denen ich noch kämpfen musste, einfach überspringen, weil sie mich sehen und wissen: „Mama hat das geschafft, also schaffe ich das auch. Ich sehe ja bei ihr, dass das gar nicht schlimm war, wie sehr sie daran gewachsen ist und welche Freiheit und Freude sie heute lebt.“

SO SIMPEL!

Es sind die Zweifel, Ängste, Vorwürfe und das Hin und Her, die zum Aufgeben, unnötiger Zeitverzögerung und zu all dem Schmerz führen. Aber alles, was du mit Klarheit und Selbstsicherheit „einfach tust“, bis du beim Ziel angekommen bist, wirst du immer meistern und wird auch im Großen und Ganzen leicht sein, weil deine Gedanken liebevoll bleiben.

Was ist unerlässlich, um diesen Weg zu meistern?

Du wirst scheitern, Fehler machen und täglich die Unsicherheit erleben, ob du gerade das Richtige tust. Das ist normal. Und weil es normal ist, musst du deshalb nicht wütend auf dich selbst oder andere sein. Was du aber tun MUSST: du musst dich für ein oder mehrere Tätigkeiten entscheiden, die du bedingungslos jeden Tag als Routine tust und die dir ein gutes Gefühl geben und deinen Kopf gedanklich frei machen. Geh laufen, Rad fahren, schwimmen, spiele Sudoku, meditiere, backe, tanze, singe, musiziere, schreie, lache, hüpfe, gärtnere, baue, schreibe, häkele, male, reite, geh eisbaden, atme bewusst… what ever (nein, Rauchen, Alkohol, Drogen, Essen, Sex, Schlafen, Pornos, Podcasts, Lesen, Social Media, Shoppen oder Bingewatching zählen nicht.). Und dann tu es JEDEN TAG! Ohne Ausreden. NIEMALS erlaubst du dir eine Ausnahme. NIEMALS! Auch nicht bei Regen, Schnee, Halsschmerzen, Urlaub, Geburtstag oder Flitterwochen. Mach es meinetwegen nur zwei Minuten (lieber im Schnitt 20 Minuten), aber tu es täglich! Ohne Ziel, ohne Druck, ohne Blick auf irgendein Ergebnis. Einfach nur als tägliche Routine. Wenn es bei dir ein gutes Gefühl auslöst, dann tracke es in einer App oder auf einem Zettel oder auf irgendeine Weise, sodass du sehen kannst, dass du es täglich gemacht hast. Warum? Du musst deinem Kopf einen Anker geben, worauf er stolz sein, woran er seinen zurückliegenden Erfolg ganz simpel erkennen und wie er all die ängstlichen Gedanken sofort loslassen kann. Nur so bewahrst du deine Kraft und bietest der Selbstkritik die Stirn. Schlussendlich geht es hier um die Frage: Wofür machst du das alles? Nicht um irgendwann mal glücklich zu sein, wenn du das Ziel xy erreicht hast – sondern um jetzt, hier, sofort in jedem Moment glücklich zu sein. Voller Vorfreude. Voller Dankbarkeit. Denn in Kürze erlebst du als noch genialeres Geschenk des Lebens etwas so magisch Wundervolles! Ganz genau: du FREUST dich über dein jetziges Leben genau in diesem Moment UND auf die wundervolle Zukunft, denn Angst vor einem Worst Case oder Kritik mit dem Ist-Zustand sind die konditionierte Antwort deines Verstandes und die wollen wir ja ab heute mit der absoluten Gewissheit für die wundervollste Zukunft und der überwältigenden Dankbarkeit für dein heutiges Leben und den jetzigen Moment überschreiben. Und deshalb wählst du 1-3 Tätigkeiten, die dich dein ganzes Leben lang täglich für ein wundervolles Körpergefühl und mentales Gleichgewicht nähren (ja, wenn sie sich im Laufe der Zeit verändern, ist das selbstverständlich vollkommen ok, nur bleib bitte dran) – und machst sie jetzt. 

Außerdem: Male dir gedanklich deine Vision mit jedem noch so kleinen Detail und diesem zauberhaften warmen Gefühl aus, wenn du alles bereits erreicht hast, wovon du noch träumst. Begebe dich jeden Tag und in jeder freien Minute (gern auch gerade in den Momenten, wenn dein Kopf sagt, du hättest jetzt aber wirklich anderes zu tun) gedanklich in diese Vorstellung und das damit verbundene, herrliche Gefühl der Freude und Dankbarkeit, wenn du die Vision erreicht hast. Schau gedanklich zurück, wie stolz du auf dich bist, all das auf dem Weg dorthin gemeistert zu haben, und lasse dich tief von diesem Gefühl erfüllen, so als wäre es bereits Realität. Diese Übung ist wichtig, um dein Unterbewusstsein und deinen Körper bereits jetzt auf die neue Realität zu kalibrieren und die physische Abhängigkeit des potenziellen Stress-Hormonspiegels zu durchbrechen. Wir wollen deinen Körper möglichst in jedem Moment von Dankbarkeitshormonen durchfluten lassen, sodass du auch genau dieses innere Strahlen immer aussendest, völlig egal, was gerade um dich herum geschieht. Deinen Körper hormonell mitzunehmen, ist ganz, ganz, ganz wichtig! Denn ansonsten arbeitet er ständig unwissentlich gegen dich, weil du etwas ausstrahlst, das nicht zu dem passt, was du versuchst, zu tun. Und zudem wirken Stresshormone ständig gegen deine Freude und dein Selbstvertrauen, denn ihre Wirkung auf deine Stimmung ist wissenschaftlich belegt GIGANTISCH und zieht dich trotz größtem Bemühen ständig nach unten, wenn du nicht aktiv den Fokus hältst! Wie veränderst du den hormonellen Cocktail in deinem Körper? Einfach nur durch deine Gedanken und innere Visualisierung. Tauche richtig in dieses innere Bild ein und atme langsam und tief ein und aus. Mehr brauchst du nicht. Mach einfach das, was hier steht. Ganz simpel. 

Und nun geh für deine größte Vision. Jetzt weißt du, warum es sich lohnt. Es wird dich zu einem servant Leader machen, den sich jeder an seiner Seite wünscht und der Unvorstellbares in dieser Welt realisiert. Denn allein dieses Wissen, dass die Zwischenschritte dazugehören und wie dankbar du sein kannst, überhaupt die Freiheit zu haben, diesen Weg gehen zu können, wird dafür sorgen, dass du von nun an nie wieder Zweifel siegen lässt. Und das wird bereits alles verändern, denn die tiefe Gewissheit der besten Zukunft in dir wird dich mit einer vollkommen neuen Klarheit und Energie handeln, sprechen und denken lassen und dadurch als logische Resonanz auf direktestem Weg die gewünschten Ergebnisse kreieren.

In Liebe, Leonie

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